Jugendkulturfabrik Brandenburg e.V.
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Konzept
Stand: 10/2005
Dieses vorgelegte Konzept gilt bis zur Realisierung der ursprünglichen Bauplanung
und Herstellung des notwendigen Schallschutzes in Eigenleistung, unter Mithilfe des
eigens dafür gegründeten Fördervereines "Pro HdO" e.V.
Nach Fertigstellung des Schallschutzes wird das Konzept aus dem Jahr 2000 wieder
Arbeitsgrundlage der Jugendkulturfabrik Brandenburg, da dieses ein wesentlicher
Bestandteil des beschlossenen Betreibervertrages vom 01.04.2000 mit der Stadt
Brandenburg und des dazugehörigen SVV-Beschlusses ist. Dies wird möglich, da die
entsprechenden baulichen Einschränkungen, die ein Übergangskonzept erforderten,
entfallen.
Veranstaltungen und Konzerte, die aufgrund der Schallschutzproblematik nicht
konzeptionell erfasst sind, finden - soweit möglich - trotzdem, auch z.B. außerhalb
der beschriebenen Einrichtung statt, um entsprechende Eigenmittel zur Entlastung der
Zuschussgeber zu erwirtschaften.
Hiermit möchten wir auf Grundlage des SVV Beschlusses vom 27.04.05 unser
Übergangskonzept auf Basis der jetzt gültigen 95 dB Regelung für ein
selbstverwaltetes soziokulturelles Jugend- und Kulturzentrum des Jugendkulturfabrik
Brandenburg e.V. in der Stadt Brandenburg an der Havel vorlegen.
Ein paar Worte zur Einleitung
Die gesellschaftlichen Verhältnisse in den neuen Bundesländern entwickeln sich kongruent
zu den Verhältnissen der alten Bundesländer. Die Entwicklung hat zunehmend die beruflichen,
ökonomischen, sozialen und kulturellen Entwicklungs- und Partizipationschancen des Einzelnen
vervielfältigt und differenziert. Das führt dazu, dass der Entscheidungs- und Mobilitätszwang
erhöht und die einfache Nachlebbarkeit bisheriger Lebensentwürfe weitgehend zerstört wurde.
Die individualisierte Privatexistenz wird immer nachdrücklicher und offensichtlicher von
Verhältnissen und Bedingungen abhängig, die sich dem Einfluss des Einzelnen entziehen: Der
Einzelne ist arbeitsmarktabhängig, abhängig von sozialrechtlichen Regelungen und Versorgungen,
von Verkehrsplanungen und Konsumangeboten, die von ihm kaum aktiv beeinflusst werden können.
Brandenburg ist eine Stadt mit ca. 75.000, das Umland mit einbezogen 100.000 Einwohnern.
Darunter gibt es gegenwärtig ca. 12.000 Jugendliche im Alter von 14-27 Jahren. Für diese
große Zahl junger Menschen gibt es kein einziges selbstverwaltetes Jugendhaus, das kulturelle
und soziale Arbeit verbindet. Die Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung sind mangelhaft.
Die zahlreichen Offerten kommerzieller Anbieter können nicht zufrieden stellen, da es sich
zumeist um einseitige, oft profitorientierte Angebote handelt. Vielen Jugendlichen bleiben
Einrichtungen auch verschlossen, weil sie entweder nicht in das Bild des Veranstalters
passen, oder einfach nicht finanzkräftig genug sind. Vereinzelung, Handlungsunsicherheit
und Ohnmacht sind Erfahrungen, die viele Jugendliche im Zuge des beschriebenen Prozesses
machen. Stabilität und Gewissheit suchen Jugendliche in dieser Situation oft im Rückgriff
und Bezug auf Gruppen. Folgen dieser Situation sind ein deutlicher Anstieg der Gewaltbereitschaft
in Brandenburg und eine erhöhte Jugendkriminalität. Viele Jugendliche fühlen sich als Verlierer
der deutschen Vereinigung, als Deutscher 2 Klasse. Das resultiert daraus, dass sie miteinander
erleben, wie viele ihren Arbeitsplatz verlieren, die Häuser und Wohnungen mit Restitutionsansprüchen
belegt sind, kaum noch Jugendtreffs existieren. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten
um ein Vielfaches gestiegen, was oft mit tief greifenden Verunsicherungen und Ängsten verbunden
ist. Vor diesem Hintergrund nehmen ausländische Jugendliche Sonderpositionen ein, denen innerhalb
unseres Programms Rechnung getragen werden soll. Unser Ziel ist es, noch mehr Jugendliche in
unsere Aktivitäten mit einzubeziehen. Die Förderung multikultureller Aktivitäten, die
Anregung zum selbständigen und aktiven Handeln steht bei uns im Mittelpunkt. Kultur,
Unterhaltung, Kommunikation und die Verwirklichung konkreter Projekte für und mit Jugendlichen
sind unsere Arbeitsgebiete. Wenn die Mechanismen gesellschaftlicher Entwicklungen nicht
handhabbar erscheinen, bleibt für manche, vor allem aber für junge Menschen, die Gewalt bzw.
die Flucht in Drogen als letztes Mittel zur Wahrung der eigenen Interessen.
Überall dort, wo zuerst an der Jugend gespart wurde, eskalierte der Frust in Gewalt, Drogen,
Kriminalität oder Selbstmord!
Die vorliegende Konzeption wurde ideologisch ausschließlich von Jugendlichen erstellt. Ihre
Vorstellungen und Ideen sind deren Grundlagen. Die Konzeption soll als Projekt für eine
übergreifende multikulturelle Jugendarbeit im regionalen Raum verstanden werden.
Die Konzeption wurde im Herbst 1994 erstellt und im Sommer 1996, 2004 und 2005 nochmals
überarbeitet.
Demographische Angaben entsprechen dem Stand von 2002.
(Quelle: Statistischer Jahresbericht 2002, Herausgeber: Stadt Brandenburg a. d. H. )
Inhaltliche Aussagen
Das Einzugsgebiet
Als unmittelbares und tägliches Einzugsgebiet sehen wir den Stadt- und Landkreis der Stadt
Brandenburg im Umkreis von ca. 20 km. Aus diesen Orten kamen bereits Jugendliche in die alte
Einrichtung der Jugendkulturfabrik zu den ständigen und wöchentlichen Veranstaltungen.
Das Einzugsgebiet ist das nördliche und zentrale Land Brandenburg. Bei großen Veranstaltungen
der Jugendkulturfabrik ( JuKuFa ) können wir aus Erfahrung den Radius auf 300-400 km
erhöhen. Weiterhin besuchten Jugendliche aus Staaten Europas, Afrikas und aus den
Vereinigten Staaten die Einrichtung und die Veranstaltungen der JuKuFa.
Der regionale Charakter des Hauses
Berlin liegt ca. 70 km entfernt und wächst zu einer gigantischen Industrie-,
Dienstleistungs- und Kulturmetropole, zum europäischen Drehkreuz heran. Wie viele
andere Städte im Umland von Berlin wird auch Brandenburg in den nächsten Jahren
daran zu arbeiten haben, sich ein attraktives Profil zu schaffen. Gelingt es den
Städten im Umland Berlins nicht, mit der schnellen Entwicklung der Metropole
annähernd mitzuhalten, wird die Diskrepanz zwischen Großstadt und Land/Kleinstadt
weiter wachsen ( das hat sicher negative und positive Auswirkungen ). Eine weitere
Ausödung des Landes erfolgt zwangsläufig. Deshalb muss eine Stadt wie Brandenburg
eine regionale Dominanz in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens werden.
Mit einer auch der Jugend zugewandten Infrastruktur muss versucht werden, die
Probleme vor der Haustür zu lösen und somit die Menschen in der Region zu halten.
In der Einwohnerentwicklung der Stadt Brandenburg ist ein negativer Wanderungssaldo
von 879 Personen pro Jahr zu verzeichnen ( Herausgeber : Stadt Brandenburg a.d.H. 2002).
Dieses Wanderungsverhalten wird in hohem Maße von der ökonomischen und wirtschaftlichen
Entwicklung der Stadt bestimmt. Die Stadt Brandenburg muss den Strukturwandel von einem
monostrukturierten zu einem zukunfts-orientierten Wirtschaftsstandort mit leistungsstarkem
Dienstleistungssektor bewältigen und gleichzeitig die Chancen für eine attraktive
Stadtentwicklung wahrnehmen. So heißt es in den Leitlinien der Stadtplanung. Weiter
wird gesagt: Die Stadt muss ihrer übergeordneten, aus der Lage im Raum abgeleiteten
Bedeutung als Oberzentrum und regionales Entwicklungszentrum auch funktional gerecht
werden und für ihre Bürger eine hohe Lebensqualität und soziale Chancengleichheit
entwickeln und sichern. Dass die Jugend bei diesen Entwicklungsplänen der Stützpfeiler
der Zukunft ist und ohne eine jugendgerechte Stadtplanung die Abwanderung der
Jugendlichen zunimmt, ist jedem bekannt. Demzufolge muss nicht nur die Arbeit mit
Kindern, sondern auch und zwar in besonderem Maße, die Jugendarbeit gefördert werden.
Dies geht nicht mehr wie zu DDR-Zeiten, als noch jede Kommune und Gemeinde, Betriebe
und Einrichtungen ihrer Jugend ein Domizil bieten konnten. Politiker und andere
Personen der Stadt Brandenburg versicherten uns, dass es notwendig ist, in den
Oberzentren entsprechend vielfältige Angebote für die Jugendlichen der Region
bereitzustellen. Durch Vertreter der Kommunalpolitik und der Landespolitik wurde
uns bestätigt, dass wir mit der Umsetzung dieses Konzeptes einen einmaligen Status
haben werden.
Der überregionale Charakter
Dieser Aspekt wird gefördert durch: Workshops, Börsen, Seminare und Großveranstaltungen
in den Bereichen der Jugendsozialarbeit, der Kunst und Kultur. Nur soziokulturelle
Einrichtungen in Ballungsgebieten und Oberzentren verfügen heute überhaupt noch über
personelle und finanzielle Mittel, um über die Stadtgrenzen hinaus wirksam zu werden.
Die wenigsten aber stellen an sich selbst den ausdrücklichen Anspruch, darüber hinaus
zu agieren. Besonders begünstigend für das multifunktionale Jugendzentrum ist dabei
sowohl die sehr gute räumliche Ausstattung nach Fertigstellung ( großer Saal - kleiner
Veranstaltungsraum - Tonstudio - Werkstatt - Gastronomie - Seminarraum ), als auch
eine gute personelle Struktur, eine wichtige Grundvoraussetzung für eine solide und
langfristig orientierte Planung.
Programmatische Ziele
Generell kann davon ausgegangen werden, dass alle nachfolgend aufgeführten Vorhaben
und Projekte den vorhandenen Bedürfnissen der Jugendlichen unseres jetzigen Einzugsgebietes
entsprechen, also keine nebulösen Vorstellungen und Phantasieprodukte sind. Die Erfahrungen
dreizehnjähriger Arbeit spiegeln sich in der vierten Überarbeitungen unserer Konzeption
wieder. Diese Projekte sind keine feststehenden Instanzen sondern sich jährlich ändernde
Inhalte, die den Bedürfnissen Jugendlicher entspringen. Ausgehend von unseren eigenen
Erfahrungswerten haben wir die inhaltliche Arbeit in folgende Schwerpunkte untergliedert,
die sich in den §11, 13 und 14 SGB VIII widerspiegeln:
1. Der Soziobereich
Gesellschaftliche und arbeitsmarktrelevante Umbrüche ziehen neue Anforderungen nach sich.
Vor allem für Jugendliche und junge Heranwachsende. Die Prozesse der Individualisierung,
der Flexibilisierung und der Pluralisierung der Arbeitswelt sind aktuelle Entwicklungen,
auf die wir reagieren müssen. Die Akteure müssen sich zunehmend einem Arbeitsmarkt anpassen,
der Flexibilität, Mobilität und lebenslanges Lernen verlangt. Hier wird ein hohes Maß an
Selbstverantwortung, Eigeninitiative und Kreativität gefordert. Diese gestiegenen flexiblen
Anforderungen in Verbindung mit dem Individualisierungsprozess führen zu erheblichen
geographischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen in der Gesellschaft. Die
traditionellen Sicherheiten in Bezug auf Arbeitsplatz, Geschlechterrollen, Familienbindung
und persönliche Identität lösen sich nach und nach auf. An ihre Stelle treten neue Formen
der Partnerschaft, des familiären Zusammenlebens und der individuellen Lebensführung.
In diesem Zusammenhang ist der Einzelne zunehmend entwurzelt, da die traditionellen
Sinnangebote und verbindlichen Lebensmuster nicht mehr allgemein gültig sind. Vor
diesem Hintergrund müssen sich die Menschen ihre eigenen Identitäten und Lebenswelten
zunehmend selbst erschaffen und zusammenbauen. Hierbei sehen sie sich mit einer Vielzahl
von Sinnangeboten und Werten konfrontiert, die die Gesellschaft ihnen in unterschiedlicher
Form täglich zur Verfügung stellt, sei es durch Medien, Berufe, Bildung, Freunde oder
Freizeitaktivitäten. Um Defizite der Entwicklung auszugleichen, sehen wir hier vor
allem in den Bereichen Jugend und ihre gesellschaftliche Eingliederung sowie die
Förderung von Handlungskompetenzen einen großen Handlungsbedarf. An dieser Stelle
soll unser Soziobereich entstandene Defizite ausgleichen, Halt vermitteln sowie
Handlungskompetenzen durch selbstverwaltete Projekte fördern.
1.1 Der Bereich der Sozialarbeit
Einen besonderen Schwerpunkt legen wir in unserer Arbeit auf den Bereich der Jugendsozialarbeit.
Hiermit sind insbesondere Gender-Förderungen und partizipierende Projekte gemeint.
Unseren Erfahrungen zufolge, ist die Förderung junger Menschen durch die professionelle
Begleitung und Anleitung ausgebildeter Fachkräfte zumeist der Grundstein für erweiterte
persönliche Handlungskompetenzen, sowie einer gesellschaftlich akzeptierten Kulturentwicklung.
Die Förderung von Ressourcen sowie die Vermittlung gesellschaftsrelevanter Kompetenzen
und jugendschützender Informationen sind hier unser Hauptanliegen. Dies wird insbesondere
durch den Prozess der Betreuung und Motivation von eigenständigen Projekten der Jugendlichen
und in den verschiedenen Projekten der Jugendkulturfabrik erreicht, weil hier der direkte
Zugang zu den Jugendlichen möglich ist.
Generell ist die Arbeit der Sozialarbeit im Haus der Offiziere nach den Methoden der
- Einzelfallhilfe - Lösung psychischer, materieller, gesundheitlicher oder sozialer Probleme
- nondirektiven Beratung - unbedingte Wertschätzung, einfühlendes Verstehen, aktives Zuhören,
nicht-festlegende Aufforderungen, Verbalisierung emotionaler Inhalte und Echtheit der Beratung
- der Gruppenarbeit - es werden mehrere Individuen zu einer Gruppe zusammengefasst, weil bestimmte
Lernziele wie Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft und Einfühlungsvermögen besser und
nachhaltiger in einer Gruppe gelernt werden können.
- und dem Peer Involvement - bei den Ansätzen des Peer Involvements geht es um eine
professionell angeleitete Intervention mit dem Ziel, den Zugang zur anvisierten Zielgruppe
zu erleichtern, in dem kommunikative Schranken durch die Vermittlerfunktion von Gleichaltrigen
gesenkt werden und
- der niedrigschwelligen Drogeninformation - Angebote sind lebensweltnah aufgebaut. Für
ihre Inanspruchnahme bestehen keine Vorbedingungen. Die Kontaktaufnahme beruht auf
Freiwilligkeit. Niedrigschwellige Arbeit stützt und fördert die Selbsthilfekräfte von
drogenkonsumierenden Menschen. Zu den zentralen Aufgaben gehört sowohl die individuelle
als auch die gesellschaftliche Schadensbegrenzung. Zielsetzung des Handelns ist die
Reduzierung von sozialem, individuellem Schaden (harm-reduction), die Vermeidung von
Notfällen und die Verbesserung der Lebenssituation drogenkonsumierender Menschen
ausgerichtet.
1.1.1 Die Drogeninformationsstelle
Aus den Brandenburger Leitlinien zur Drogenpolitik geht hervor, dass sich die Stadt
die Aufgabe stellt, drogenpolitisch transparente Strukturen zu schaffen und präzise
kommunale Maßnahmen zu platzieren. Demnach sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene
durch gezielte Erziehungs- und Präventionsmaßnahmen unterstützt und in die Lage
versetzt werden, den Gebrauch legaler und illegaler Drogen zu vermeiden bzw.
entsprechend ihrer Persönlichkeitsentwicklung kompetent und reflektiert mit ihnen
umzugehen. So soll Suchtgefährdeten, Drogengebrauchenden und -abhängigen Personen
der Zugang und die Inanspruchnahme von akzeptierender, niedrigschwelliger und
bedarfsgerechter Beratung ermöglicht werden.
Grundsatz
Die Kontakt- und Drogeninformationsstelle des Jugendkulturfabrik e.V. ist an den
Leitlinien zur akzeptanzorientierten Drogenarbeit ausgerichtet und versucht somit
das Angebot der Drogenhilfe in der Stadt Brandenburg zu ergänzen.
Der akzeptanzorientierte Arbeitsansatz basiert, im Vergleich zu der traditionellen
Drogenhilfe mit dem Bild eines linearen Abhängigkeitsmodells und der damit verbundenen
Idee des verstärkten Leidensdruckes, als Motivationsgrundlage zu einer abstinenten
Lebensführung, auf der Feststellung, dass die Ursachen zum Drogenkonsum nicht in
drogal- biografischen Ursprüngen gesucht werden, sondern den Konsumenten ihre eigene
Selbstverantwortlichkeit und Handlungskompetenz zugesprochen wird. Nach diesem
Ansatz werden die Konsumenten von suchterzeugenden Substanzen nicht als Objekt
kausaler sozialpädagogischer Hilfemaßnahmen gesehen, sondern als Persönlichkeiten
mit einem Recht auf Selbstbestimmung wahrgenommen. Hierzu gehört ebenso die
Anerkennung der Tatsache, dass jede Droge sowohl ihre positive als auch ihre negativ
schädliche Seite hat.
Ziel:
Demnach orientiert sich die Drogeninformationsstelle des Jugendkulturfabrik BRB e.V.,
im Haus der Offiziere, an folgenden realistischen Leitlinien zur akzeptierenden Drogenarbeit:
- wir gehen davon aus, dass nicht die Drogen an sich und die prädisponierten Suchtpersönlichkeiten
für das soziale und hygienische Elend verantwortlich sind, sondern staatliche und damit
gesellschaftliche Repressionen und die Kriminalisierung der KonsumentInnen,
- wir verfolgen das Ziel, die Lebensbedingungen der KonsumentInnen unabhängig von Ausstiegs
- und Abstinenzmotivation zu normalisieren und zu verbessern,
- DrogengebraucherInnen werden bei uns als mündige, zur Selbstverantwortung und
Selbstbestimmung fähige Menschen angesehen,
- wir wollen Hilfsangebote des Suchtkrankenhilfesystems näher an der Lebenswelt der Betroffenen ausrichten,
- weiterhin verzichten wir auf die Vorstellung eines linearen Abhängigkeitsmodells,
einer ausschließlichen Therapiemotivationsarbeit, der Vorstellung eines Leidensdruckstheorems,
sowie auf die Stigmatisierung der Drogengebraucher in Bezug auf die Unterstellung einer
generellen Behandlungsbedürftigkeit,
- die Information basiert auf Freiwilligkeit und ist nicht bevormundend und direktiv ausgerichtet,
- durch subjektbezogene, bedarfsorientierte Unterstützungsangebote bieten wir Hilfe zur
Selbsthilfe, wodurch eine selbst bestimmte Entwicklung menschenwürdiger Lebensperspektiven
ermöglicht werden kann,
- wir wollen die Kompetenzen der Konsumenten kooperativ in unsere Angebotsstruktur-
und Entwicklung einbeziehen, um eine Bedarfsorientierung sowie die Lebensweltnähe des
Angebots sicherzustellen.
Umsetzung
Um glaubwürdige akzeptierende Drogenarbeit zu leisten, orientieren wir uns weitgehend
an dem Präventionskonzept der Drogenmündigkeit. Dabei geht es uns in erster Linie um die
Entwicklung eines mündigen, risikobewussten Konsums von psychoaktiven Substanzen und um
die Förderung komplexer Handlungsfähigkeiten, die dazu dienen, sich eigenständig in den
vielfältigen Alltagssituationen zu orientieren und zu jeweils angemessenen Drogenkonsumformen
finden zu können. Die Hauptanliegen zur Förderung von Drogenmündigkeit bestehen im Erwerb
und der Vermittlung von Handlungskompetenzen und einen freien Zugang zu allen Arten von
Informationen über Drogen. Die Förderung einer Risikokompetenz bei Drogengebrauchern durch
profunde Kenntnisse über psychoaktive Substanzen, den Erwerb von Erfahrungen und
Entscheidungskompetenzen im Umgang mit Drogen, die Fähigkeit zur Verhinderung eines
längerfristigen Missbrauchs oder der Fähigkeit zur Verhinderung von Abhängigkeit stehen
hier für uns im Mittelpunkt.
Hier geht es uns um die Förderung von Kenntnissen und Wissensbeständen zu möglichen Risiken
und entsprechenden Fähigkeiten und Fertigkeiten. Ein Umsetzungsbeispiel dafür sind unsere
Aufklärungsbroschüren zu einzelnen Drogen und ihren Risiken. Hiermit möchten wir eine
individuelle Entscheidungsfähigkeit für einen sozial verantwortlichen Drogenkonsum fördern.
Das Wissen um persönliche Grenzen und Belastbarkeiten, Wahrnehmungen und Berücksichtigungen
von Umgebungsrisiken (welchen Einfluss der eigene Drogenkonsum auf andere hat) ist ein
wichtiger Aspekt hierbei. Begleitend dazu stellt unser niedrigschwelliges Kontaktangebot
einen zentralen Anlaufpunkt über Drogen und deren mögliche Wirkungen bereit.
Bei dieser pädagogisch-präventiven Risikobegleitung haben wir die Entwicklung einer
verantwortungsbewussten präventiven Strategie der individuellen und kollektiven
Kompetenzförderung und Gefahrenminimierung bei unterschiedlichen Rausch- und
Suchtmitteln im Visier.
Unsere Risikobegleitung stellt eine Verbindung mit den Ansätzen der Harm Reduction,
des Peer Supports und der Arbeit mit Multiplikatoren dar.
Auf diesen Unterstützungsebenen setzt unsere akzeptierende Drogenarbeit an:
Selbsthilfeebene
Alle Selbsthilfebestrebungen von Drogenkonsumenten und Exdrogenkonsumenten sollen unterstützt
werden. Eine Verstärkung positiver Veränderungen und Handlungen ist hier zentral.
Von gleicher Bedeutung sind partizipierende und nachhaltige Projekte wie unsere
Fahrradwerkstatt, das Foto- und das Bandprojekt, in denen sich unsere Adressaten
durch eine dort greifende Eigendynamik weiterentwickeln und die Projekte selbständig
genauer auf die jeweiligen Problemlagen und Handlungsanforderungen zuschneiden können.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die zukünftige Förderung Peer gestützter Ansätze
für die Prävention von riskanten Drogenkonsumformen. Diese in Deutschland relativ neue
Methode, welche dem Empowerment-Konzept zugrunde liegt, geht davon aus, dass soziales
Lernen am besten am Modell Gleichaltriger/Gleichgesinnter
(engl.: Peers) erfolgen kann. Hierbei sollen unsere betreuten Peers z.B. Theaterstücke
aufführen, Plakate und Broschüren zu relevanten Themen erstellen oder auf Technopartys
glaubwürdige Drogeninformation und -aufklärung in Form einer Weitergabe von Safer Use
Informationen und Safer Use Utensilien wie Ohrstöpsel, Safer Use Broschüren, Getränke,
Obst und Kondome. Methodisch orientieren wir uns hier am Ansatz der Peer Education,
der sich durch die Weitergabe von Wissen von Jugendlichen an Jugendliche auszeichnet.
Zukünftig absehbar und wünschenswert wäre daraufhin eine Eigendynamik der Peers in
Richtung des Ansatzes des Peer Supports. Hier wird das Ziel verfolgt, Selbsthilfepotentiale
und Betroffenenkompetenz zu nutzen, zu fördern und dabei gegenseitige Unterstützung bei der
Lebensbewältigung zu leisten, und zwar ohne weitgehende Anleitung und professionelle Sichtweisen.
Unmittelbare Unterstützungsebene
Hier orientieren wir uns an konkret geäußerten Bedürfnissen von Drogenkonsumenten und
Angehörigen und bieten "reale" schadensminimierende Hilfe an. Darunter verstehen wir
neben unserer Informationsstelle, Begleitung zu Ämtern sowie konkrete Unterstützung in
Form von Vermittlung in andere Hilfsangebote über unser Netzwerk. Wichtig ist uns hier
der Verzicht auf den Appell zur sofortigen Verhaltensänderung, sowie die Anerkennung
des Selbstbestimmungsrechts von Drogenkonsumenten bezüglich Intensität, Richtungsverlauf
und Verbindlichkeit der Kontakte. Weiterhin stellen wir die Verteilung von Warnflyern
zu besonders gefährlichen Drogen und die Ausgabe von Safer Use Utensilien in Form von
Ohrstöpseln und Kondomen sicher. Genauso wichtig sind regelmäßige und jugendorientierte
Veröffentlichungen bezüglich relevanter legaler und illegaler Substanzen. Dabei wird
besonderer Wert auf reelle Informationen und einen glaubwürdigen Safer Use Teil gelegt.
Darüber hinaus sehen wir uns in der Verantwortung, unsere anderssprachigen Mitbürger
nicht zu vernachlässigen, sondern durch Aufklärungsbroschüren in unterschiedlichen Sprachen
auch ihnen die entsprechenden Informationen zugänglich zu machen. Zusätzlich stellen wir
überregional Flyerboards mit unseren Aufklärungsbroschüren sowie Telefonhilfe zur Verfügung.
Mittelbare Unterstützungsebene
Im Vordergrund steht hier die Mitarbeit an der Verbesserung der Lebensbedingungen sowie der
Normalisierung, Entdiabolisierung, Entdramatisierung von Drogengebrauchern auf übergeordneter
gesellschaftspolitischer Ebene, z.B. durch gezielte Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit.
Hier wird stetig an der Aufrechterhaltung und Verbesserung zu relevanten Netzwerkpartnern
wie Ämtern, Vereinen und Behörden gearbeitet. Der sich regelmäßig im "Haus der Offiziere"
treffende Arbeitskreis "Suchtprävention" stellt ein hervorragendes Vernetzungsbeispiel in
der Stadt Brandenburg dar. Hier werden wichtige Informationen ausgetauscht und es wird über
Neues in den Bereichen Drogen und Sucht diskutiert, welches langfristig den Adressaten zu
Gute kommt. Zukünftig wird hier eine überregionale Vernetzung angestrebt, um neue Erfahrungen
zu sammeln um effektiver Hilfsangebote zu unterbreiten. Primärpräventive Veranstaltungen
sind und bleiben ein großer Bereich der Drogeninformationsstelle im "Haus der Offiziere".
Hierzu zählen beispielsweise unsere begleitenden Seminare zu den einzelnen Aufklärungsbroschüren.
Dieser wichtige Bereich sollte und muss in Zukunft durch ein breites Angebotsspektrum
erweitert werden. Hier sind insbesondere Informationsveranstaltungen für Schüler und
Auszubildende sowie Weiterbildungsprogramme für Kollegen aus dem Bereich der Drogenarbeit nötig.
1.1.2 Betreuung und Beratung
Der Bereich der Sozialarbeit ist neben der Drogeninformationsstelle spezialisiert auf
einzelfallorientierte Hilfen für Jugendliche und junge Heranwachsende. Die Unterstützung
reicht hier von materieller-, wie die Klärung von Fragen zu Arbeitslosengeld I und II,
Kindergeld, Bafög, anderen Einkommensarten und Schuldnerberatung, psychosozialer Beratung, wie
die Unterstützung und Betreuung bei allgemeinen Probleme in Bezug auf Schule, Berufswahl,
Elternhaus und Freundeskreis und Begleitung, wie unterstützende Ämtergänge, welche zumeist
als Stützpfeiler und Antrieb dienen oder bei defizitärer Artikulation und Problemen beim
Briefverkehr mit den jeweiligen Behörden und Administrationen.
Ein weiteres wichtiges Arbeitsziel stellt die Integration jugendlicher Straftäter dar.
In enger Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe vom Amt für Jugend, Soziales und
Wohnen, den sozialen Diensten der Stadt Brandenburg und des Landkreises wird hier auf
dieses Ziel hingearbeitet. Hierbei wird versucht, den Jugendlichen durch die Teilhabe
an Projekten und Arbeitsaufgaben im Rahmen der Ableistung von Strafstunden
gesellschaftliche Realität bewusst werden zu lassen, neue Handlungsalternativen
zu erlernen sowie die Option eröffnet, sich freiwillig Initiativen und Aufgaben
anzuschließen oder selbst zu initiieren.
2. Projekte
Bei den Projekten der Jugendkulturfabrik ist eine professionelle Begleitung und Unterstützung
der Ehrenamtler und Projektteilnehmer durch den Sozialarbeiter/in sichergestellt. So können
auf Wunsch administrative Aufgaben wie die Beschaffung von Fördermitteln, die Beantragung
von Genehmigungen, die Werbung und die Gestaltung der Projektziele von dem Sozialarbeiter
erledigt werden, was letztendlich das Projekt für die Teilnehmer auf das Wesentlichste
beschränkt und nicht bereits im Vorfeld die Motivation an diesen Hürden scheitern lässt.
Bei den Projekten ergeben sich zumeist über Aktivitäten und Gespräche beratende und
unterstützende Hilfemöglichkeiten. Zudem wird durch die Arbeit in Gruppen einer zunehmenden
Vereinsamung entgegengewirkt und z.B. aggressives Verhalten durch Beschäftigung beeinflusst
und in positive Energien umgewandelt. Über die gemeinsamen Projekte und die Durchsetzung
in der Gruppe ergeben sich alternative Handlungskompetenzen, die Aufdeckung versteckter
Ressourcen, die Förderung bereits bestehender Kompetenzen und berufsorientierte Perspektiven.
Unser besonderes Augenmerk richtet sich hier auf genderorientierte Maßnahmen, um
geschlechtsspezifische Förderungen zu gewährleisten.
2.1 Kooperation mit einer Ganztagsschule
In Zusammenarbeit mit einer Ganztagsschule soll eine Nachmittagsbetreuung für die
Schüler sichergestellt werden. Hier wird für junge Menschen ein alternatives Programm
bereitgestellt und betreut. Die Schüler können sich bestehenden Projekten anschließen,
selbst Projekte initiieren oder schulrelevante Aufgaben lösen. In Verbindung mit dem
zuständigen Lehrkörper der Schule wird diesbezüglich an einer sinnvollen, professionellen
und realen Umsetzung gearbeitet. Hiermit soll eine frühe Förderung von kulturellen
Gütern erreicht werden. Angesichts des schlechten Abschneidens deutscher Schüler im Rahmen
der Pisa-Studie ist eine solche Kooperation und die gezielte Förderung der Schüler unumgänglich,
da sie auf diese Weise effektiv erreicht werden und ihnen hier freizeitrelevante Alternativen
gegenüber immer weiter abbauenden Jugendeinrichtungen nahe gelegt werden können.
Die Projekte der Jugendkulturfabrik teilen sich in den "Kunst- und Kulturbereich", in
"Gestaltete Angebote" und in den "Sportbereich".
2.2 Offene Angebote
2.2.1 Projekte im "Kunst- und Kulturbereich"
Gerade in einer Zeit, in der viele Anbieter der Breitenkultur für Jugendliche nicht
mehr vorhanden sind, ist es für die Stadt wichtig, neue, junge und innovative Initiatoren
zu fördern, die den Menschen in der Stadt Freude und Entspannung vermitteln und dem
"kulturellen Gespenst" Brandenburg Leben einhauchen. Dazu zählen, auch wenn es manchem
schwer fällt dies zu akzeptieren, Techno- und Graffitievents. Während unserer 13jährigen
Tätigkeit erhielten wir folgerichtig genau für die Förderung subkultureller Projekte und
Aktivitäten ein positives Feedback und erarbeiteten uns diesbezüglich einen guten Ruf, der
sich in Form von vielen Projektangeboten und einer breiten Teilnehmerzahl niederschlug.
Daran läßt sich die Attraktivität unserer Maßnahmen messen.
2.2.2Musikprojekt(e)
In Brandenburg, wie auch in anderen größeren Städten, gibt es ein großes Potential an
Nachwuchsbands. Diese sehen sich hier wie überall mit den gleichen Problemen konfrontiert,
zum Beispiel mit der Finanzierung teurer Musikinstrumente und Technik oder mit der
Organisation geeigneter Proberäume. Durch die ständige Suche nach Probemöglichkeiten
und die permanenten Umzüge von einem Provisorium ins Nächste und die damit verbundenen
Maßnahmen zur Nutzbarmachung der Räumlichkeiten wird viel Zeit, Arbeit und Geld ineffektiv
eingesetzt. Die Energie für eine künstlerisch-kreative Arbeit geht verloren, wenn den
Jugendlichen, die einer sinnvollen Freizeitgestaltung nachgehen, keine Unterstützung
zuteil wird. Dies beinhaltet zunächst die Bereitstellung von Proberäumen, deren
Nutzungsplanung und Instandhaltung ehrenamtlich dem Verein obliegen. Hauseigene Instrumente
und die zum Teil vorhandene Technik werden ebenfalls in Eigenregie verwaltet. Diese können
von den Musikern sowohl zu Probezwecken als auch bei Konzerten oder Festivals genutzt werden.
Ein einfaches Tonstudio ist vorhanden, und damit die Möglichkeit, in der Stadt Brandenburg
Demotapes eigenständig zu produzieren.
Wir vermitteln bei Bedarf neben Proberäumen und Technik auch Auftrittsmöglichkeiten für die
Bands und organisieren selbständig Konzerte und Festivals. Mit Hilfe multikultureller
Musikveranstaltungen gelingt es uns, den Jugendlichen über das universelle Medium Musik,
fremde Kulturen vorzustellen und näher zu bringen. Die Arbeitsfähigkeit dieser Initiative
wurde schon mehrfach unter Beweis gestellt. Wir verstehen uns als kompetenter Ansprechpartner
für Diejenigen, die im musikalischen Bereich Rat und Unterstützung benötigen oder den Austausch
suchen. Neuere Projekte stellen insbesondere die Förderung bestehender Talente und Kompetenzen
aus dem Bereich der alternativen Musik in den Vordergrund. Durch publikumswirksame
Darbietungen der eigenen Fähigkeiten durch das Medium des Auflegens können neue Impulse,
Selbstvertrauen und Perspektiven gesammelt werden. Hier sind die Veranstaltungsreihen
"New Faces @ HdO" und "Mittwochslounge" zu nennen, wo sich relativ unbekannte DJs aus
Brandenburg und Umgebung in Clubatmosphäre beweisen können. Mit dieser für Brandenburg
neuartigen Talentförderung kann die ansässige Clubkultur ausgeweitet und eine großflächige
Perspektive zum Aufstieg in anderen Clubs ermöglicht werden. Ein weiteres Beispiel
ist unsere monatliche "Jamsession", wo alle Musiker Brandenburgs unter dem Motto der
Talentförderung aufgerufen werden, miteinander Instrumente zu spielen.
2.2.3 Graffiti
Das Projekt "Graffiti" soll diese internationale Subkultur aus ihrem illegalen Dasein in
das Licht der Öffentlichkeit rücken. Wir wollen diese Kunstform als Ausdruck jugendlicher
Kreativität und geistiger Schöpfungskraft etablieren. Mit einer Projektgruppe, die aus
ehemaligen Sprühern besteht, werden gemeinsam Flächen organisiert und auch gestaltet.
Positive Reaktionen aus der Bevölkerung über bereits gestaltete Wände (z.B. Schwimmbad,
Stromkästen, Kita "Sonnenschein", Hammerstraße, Sportplatz BSRK usf.), machten jugendlichen
"Writern" Mut, sich weiter an diesem Projekt zu beteiligen. Es soll auch weiterhin zwischen
Gesellschaft und Subkultur vermitteln, da es in der Vergangenheit zu Überreaktionen auf
beiden Seiten kam. Wir wollen einer Kriminalisierung und Pauschalverurteilung entgegenwirken.
Alljährlich veranstaltet die Jukufa eine Graffiti-Convention, bei der neben Musik und
Breakdance die Möglichkeit für Sprüher besteht, legal Wände künstlerisch zu gestalten.
Mit Projekten für Sprayer kann erreicht werden, dass durch das Angebot an legalen
Sprühflächen die Statistik illegaler Sprühaktionen gesenkt wird. Dass dies letztendlich
der Stadt zu Gute kommt, muss an dieser Stelle nicht weiter beschrieben werden.
2.2.4 Alternative Kunst
Hier wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Dieses Projekt ist deshalb so interessant, weil es keine Grenzen zieht, an die sich der
Einzelne halten müsste. Gefragt ist, was Spaß macht und vielleicht noch nicht da war.
Arbeitsmittel sind hier alle Dinge, die bei der Umsetzung eigener Ideen hilfreich sind.
Regelmäßige Workshops zu den Themen " Veejaying", "Producing", "Schablonenmalerei", und
"Lichtmalerei" treffen exakt den Geist der Zeit und erfreuen sich guter Resonanz. Dieses
Angebot des Vereins ist momentan einzigartig im Land Brandenburg.
3. Offener Jugendtreff
Ein offener Jugendtreff soll Anziehungspunkt besonders während der Schul- bzw. Arbeitswoche
und natürlich am Wochenende sein. Im Bereich des offenen Jugendbereichs setzen wir vor
allem auf die Bereitstellung von Raum für Jugendliche. Hier können sie, durch ein
umfangreiches Angebot an Freizeitmöglichkeiten und der Verwirklichung von kreativen
Ideen, eine Alternative gegenüber dem zumeist jugendfeindlichen öffentlichen Raum
erhalten und ihre eigenen Ideen verwirklichen. Ziel soll es sein, Jugendlichen durch
Selbstorganisation und ohne repressive Aufsicht durch Erwachsene neue
Handlungsalternativen zu ermöglichen. Innerhalb dieses Angebots können einfache
Bedürfnisse abgedeckt werden, wie z.B. Musik hören, kikkern, Literatur lesen,
Gesellschaftsspiele spielen oder einfach nur sitzen und miteinander reden. Darüber
hinaus ergibt sich die Möglichkeit, selbstständig Projekte zu initiieren oder sich
Projekten anzuschließen. Unsere Öffnungszeiten orientieren sich an den Schließzeiten
anderer Einrichtungen, um den Jugendlichen ein zeitlich abgestimmtes Jugendhilfeangebot
innerhalb des Stadtgebietes anzubieten.
3.1 Gestaltete Angebote
3.1.1 Theatervorstellungen
Die Vorstellungen werden nicht von hauseigenen Theatergruppen geboten, sondern es
wird eine Plattform für jugendgemäße Stücke des Brandenburger Theaters, freie
Theatergruppen und junge Künstler zur Verfügung gestellt, die auch ohne große
Lichtanlage und technische Raffinessen auskommen. Der wichtigste Aspekt hierbei ist,
dass auf vorhandene Bedürfnisse VOR ORT eingegangen wird, dass Jugendlichen die
Möglichkeit geboten wird, Theater an einem Ort zu sehen, an dem sie sich zu Hause
fühlen, der nicht mit Kleiderzwängen etc. besetzt ist. So kommt das Jugendtheater
zu den Jugendlichen wenn die Jugendlichen nicht ins Theater gehen wollen.
3.1.2 Probenraum
Ein wichtiges Thema bei der Unterstützung der Nachwuchsbands ist, aufgrund der schlechten
Probenbedingungen, eigene Probenräume zu schaffen. Der Probenraum im "Haus der Offiziere"
steht allen Nachwuchsbands zur Verfügung. Dabei wird die technische Ausstattung vom Verein
zur Verfügung gestellt. Ausgestaltung, Auf- und Ausbau obliegen jedoch den Bands. Aufgrund
der vorhandenen Technik ist jedem die Möglichkeit gegeben, unter vernünftigen Bedingungen
zu proben. Die Selbstverwaltung fördert die Kommunikation unter den Jugendlichen und stellt
ihre Fähigkeiten, Konflikte und Probleme ohne fremde Hilfe zu lösen, auf die Probe.
3.1.3 Fotoprojekt
Darunter verstehen wir verschiedene Möglichkeiten des Erlernens moderner Gestaltungsformen,
wie z.B. die Mitarbeit in einem Fotozirkel. Die dafür notwendigen Apparate und Hilfsmittel
sind bereits vorhanden. Jährliche Ausstellungen in und um Brandenburg fanden und finden
regelmäßig statt. Im "Fotoprojekt" soll eine Computerschule für Jugendliche u.a. zur
Erstellung der Werbung für unsere Veranstaltungen tätig werden und sich auch mit dem
Bereich der digitalen Fotografie beschäftigen. In Zukunft soll der Bereich des Fotoprojekts
stark ausgebaut werden. Ein hoher Grad an Eigeninitiative Jugendlicher ist hier erforderlich,
da dieses Projekt ein "Selbstläufer" werden soll. Lediglich die Finanzierung und Anleitung
erfolgen durch professionelle Fachkräfte. Projektbeispiele sind "Wie sehen wir unsere Stadt?",
"Verschmelzung analoger und digitaler Fotografie", "Die Kunst der Schwarz/Weiß-Fotografie"
oder "Gesichter in der Stadt Brandenburg".
3.1.4 Galerien/Ausstellungen
Leider muss man feststellen, dass in der Vergangenheit dieses Thema in den wenigsten
Jugendeinrichtungen eine Rolle spielte. In unserem Haus sollen verschiedene Bereiche
mit Flächen und Spots ausgestattet werden. So z.B. das Café und die Räumlichkeiten vor
dem Saal, da auch großflächige Kunst wie Graffiti ausgestellt wird. Eine ständige
Ausstellung die Fotos, Sketches und Malereien zeigen wird, gibt es dann natürlich auch.
Auch hier versuchen wir Kunst im Alltag unterzubringen, um ein neues Publikum zu erreichen,
das in Galerieräumen nicht "zu Hause" ist. In der Wahl der Ausstellungstücke wird es
eine breite Mischung zwischen regionalen Nachwuchskünstlern aller "Branchen", sowie jungen
Künstlern aus dem Ausland, die oft unkonventionelle und auch von anderen Einflüssen geprägte
Themen wählen, geben. Auch regionale Kunstaktionen der Schulen benötigen oft Ausstellungsflächen
außerhalb ihrer Räumlichkeiten. Die bereits praktizierte Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern
führt zu neuen Erfahrungen auf beiden Seiten. Auch Konzepte wie "Kunst oder König", eine
Veranstaltungsreihe, welche Künstlern und Musikern verschiedener Trendrichtungen die Möglichkeit
bietet, zusammen aufzutreten und auszustellen, um neue Überschneidungen zu ermöglichen und zur
gleichen Zeit einen Querschnitt der Künste des Nachtlebens vorzuführen, werden regulär seit 1999
im jährlichen Turnus durchgeführt. Diese Aspekte der Clubkultur haben zur Beteiligungen namhafter
Künstler geführt.
3.1.5 Internet
Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Erstellung und Pflege der Internetseiten der
Einrichtung und mit den Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung für das Internet. Hier besteht
ein reger Austausch zwischen Studenten der Fachhochschule und Jugendlichen in Form von praktisch
orientierter Wissensvermittlung, in Projektform, zur jeweils aktuellen Aufgabenstellung.
3.1.6 Fahrradwerkstatt
Unter dem Dach unseres Vereines hatte sich 1994 ein "Bike Club" gegründet. Zum Kern dieser
Vereinigung gehörten 20 Fahrradfans. Dafür wurde die Einrichtung einer eigenen Werkstatt ins
Auge gefasst. Die dafür benötigten Spezialwerkzeuge sind in der Grundausstattung vorhanden.
Doch sollen diese auch Nichtmitgliedern zur Verfügung stehen. Eine Selbstreparaturwerkstatt
mit einrichtungsbezogenen Öffnungszeiten ist vorhanden. Es gibt für jeden die Möglichkeit,
sein Fahrrad zu reparieren oder zu warten. In Versammlungen werden Erfahrungen ausgetauscht,
sowie Tips und Ratschläge weitergegeben. Ein großes Tätigkeitsfeld bietet sich in der
Organisation von Bike-Rennen auf eigens dafür organisierten Strecken innerhalb Brandenburgs
wunderschöner Umgebung.
3.2 Der Bereich "Sport"
Mehrfach traten wir mit der Organisation von multikulturellen Streetball- und
Fussball-turnieren an die Öffentlichkeit. Diese beliebten Sportarten geben den Jugendlichen
die Möglichkeit, sich im sportlichen Wettkampf zu messen, Teamgeist zu fördern, somit Vorurteile
und Langeweile abzubauen. Auch aktuelle Sportarten wie "Skateboarding" sollten unserer Meinung
nach gefördert werden. Für diese Sportarten werden wir weiterhin, bei Bedarf, wettkampforientierte
Vergleiche veranstalteten. Beispiele sind hier unsere jährlichen Wettkämpfe "Multikulturelles
Fussballturnier" und der "ESPE Skate Cup" in Hohenstücken.
3.3 Alternative Musikveranstaltungen im soziokulturellen Kontext mit 95 dB
(nach § 11 KJHG)
Musik war schon immer ein wichtiges Ausdrucksmittel der Jugend, mit der Kraft, etwas in den
Menschen zu verändern und überall in der Gesellschaft gilt es, dafür Sorge zu tragen, dass
junge Menschen nicht ausgegrenzt werden und dass sie, unabhängig von ihrer Nationalität und
Herkunft, Zugang zu Arbeit und Bildung haben. Dieses drückt sich nicht nur in den Texten aus,
sondern beispielsweise auch in der Wahl der Auftrittsorte, der Höhe der geforderten Gagen und
der konkreten Zusammenarbeit mit einzelnen Projekten. Besonderen Wert wird auf eine größtmögliche
Selbstbestimmung und Unabhängigkeit gelegt, die sich zumeist in fast allen mit der Musik
verbundenen Bereichen widerspiegelt. Grundlegend ist dabei die Ablehnung der vorrangig am
Profit ausgerichteten Musikindustrie. Im Unterschied zu den meisten Pop- und Rock-Stars, die
sich aus werbestrategischen Gründen mit einem wohltätigen und engagierten Image schmücken, ist
es ein Merkmal konsequenter MusikerInnen und DJs, dass sie vielfach aus den Bewegungen und den
Projekten, die sie unterstützen, selbst hervorgegangen bzw. in ihnen aktiv tätig sind.
Unsere Musikveranstaltungen umfassen ein breites Spektrum weitab der Inhalte kommerzieller
Diskotheken. Aufgrund ihrer Komplexität und Vielfältigkeit ist es kaum möglich, eine einfache
Beschreibung der zeitgenössischen Musikszene zu geben. In unserem Kulturbereich finden sich
Veranstaltungen aus allen Bereichen der alternativen zeitgenössischen Musik. Der Trend geht nicht
hin zu einem einzigen homogenen Stil, sondern es entsteht oft im Rahmen von Projekten ein interessantes
Aufeinandertreffen verschiedenster Musikeinflüsse. Wir fördern regelmäßig Jugendliche, die in unserem
Veranstaltungsbereich eigenständig Musikveranstaltungen organisieren. Dies umfasst z.B. die Bereiche
Technomusik und House, Hip Hop, Reggae, Drum īn Bass und Breakbeat. Die bei uns angebotenen
Veranstaltungen sind keinesfalls vergleichbar mit den üblichen Diskotheken, weder vom Anspruch
der Besucher noch der Produzenten. Hier wird fernab der Charts mit neuen Musikformen experimentiert -
Kulturentwicklung im musikalischen Bereich betrieben. Liveacts und MCs bereichern das Programm ebenso,
wie Klubkunstausstellungen die mit Musik dargeboten werden. Szenespezifisch und nicht übergreifend
werden Subkulturen durch solche Treffpunkte aufgewertet und sorgen für neue Impulse durch die
Verbindung zu Größen der jeweiligen Musikszene die hier Musik produzieren. Für mehr als die Hälfte
aller Jugendlichen ist der regelmäßige Besuch von Clubs und Kulturhäusern ein fester Bestandteil
der Freizeitgestaltung geworden. Vor allem an Wochenenden, an denen beinah keine Angebote für
Jugendliche existieren, werden Musikveranstaltungen jeglicher Gattung frequentiert. Sie dienen
dann als Treffpunkt, an dem man, ungestört durch übergeordnete Erwachsene, Freunde und Bekannte
treffen kann. Auf einer Szeneparty ist man also unter sich und doch nicht allein, denn sie wird
von verschiedensten Leuten besucht, so dass die Möglichkeit, neue Freunde kennen zu lernen, einen
Partner oder eine Partnerin zu finden oder einfach nur Kontakte zu knüpfen um gemeinsam neue
Projekte anzupacken, gegeben ist. Außerdem erleichtert das gemeinsame Interessengebiet "Musik"
die Kontaktaufnahme ungemein. Aus langjähriger Erfahrung mit Subkulturveranstaltungen kann der
Jugendkulturfabrik Brandenburg e.V. sagen, dass diese Art von Freizeitbeschäftigung gut zu
organisieren ist und einen hohen Wirkungsgrad hat, wenn es darum geht Jugendliche von der
Straße zu holen. Die Stadt Brandenburg hat bisher nur kommerzielle Anbieter zu verzeichnen.
Das führt dazu, dass Jugendliche, die sich die Eintritts- u. Getränkepreise nicht leisten können,
nicht mit einbezogen werden, ebenso ergeht es jenen, deren Musikgeschmack vom kommerziellen
Trend abweicht. Für diese Jugendlichen, die sich keineswegs in der Minderheit befinden, wollen
wir Programm machen. Interessant, abwechslungsreich, alternativ und dabei nicht zu teuer.
3.4 Andere Initiativen im Haus
Hier sind alle Initiativen, Vereine, Verbände gemeint, welche gesellschaftliche Aktivitäten
entwickeln möchten und ins Konzept des Hauses passen. Auch dadurch soll sich das Haus profilieren
und neuen Entwicklungen Rechnung tragen. Kooperation und Unterstützung unsererseits sind
selbstverständlich. Hierbei zu nennen wären z.B. das Antikriegsforum.
3.4.1 Asta der FH-Brandenburg
Allgemeines bezüglich der Fachhochschule Brandenburg
Studenten/innen sind seit der Gründung der Fachhochschule auch vom kulturellen Notstand
der Stadt betroffen. Studentenbezogene Angebote existieren nur marginal. Fehlende Angebote
der Stadt führen zweifellos nicht zu einer Erhöhung der Attraktivität des Standortes
Brandenburg, was sich auch in den Einwohnerzahlen niederschlagen könnte.
Insofern liegt es nah, dass die Studenten der FH sich innerhalb des multifunktionalen
Jugend- und Kulturzentrums etablieren wollen, um gemeinsam mit den anderen Vereinen
Angebote für die Studierenden in Brandenburg zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der FH
werden wir einige Angebote unterstützen: Probenraum, Theatervorführungen, Lesungen,
Ausstellungen von Sudenten für Studenten, Kooperation im Bereich digitale Medien,
Tonstudio ( Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Studiengang ), studentische Praktika,
Partykooperation ( Konzerte, LAN-Parties ).
- Angebote
- Konzerte
- Studentenfeiern
- Probenraum
- Theater
- Lesungen
- Ausstellung von Studenten
- Kooperationen im Bereich Digitale Medien (Videokunst)
- LAN Partiess
3.4.2 KiJuPa
Das Kinder- und Jugendparlament Brandenburg vertritt die Interessen der Kinder und
Jugendlichen gegenüber der Stadtregierung und der Stadtverwaltung. Dafür soll es die
Ideen und Probleme der jungen Bürger der Stadt aufgreifen und im Rahmen seiner
Möglichkeiten in die Kommunalpolitik einbringen.
Das Kinder- und Jugendparlament Brandenburg soll junge Menschen durch Teilnahme an der
Arbeit des Kinder- und Jugendparlaments befähigen, auf kommunalpolitischer Ebene
gestalterisch an ihrem Umfeld mitzuwirken. Seit 2004 hat das Kijupa seinen Sitz im HdO,
da sich hierdurch auch Synergieeffekte aus gemeinsamer Arbeit und Infrastruktur ergeben.
3.5 Optional
Diese Angebote/Bereiche des Trägers sind bislang nicht ausfinanziert und daher nicht
im konzeptionellen Teil enthalten. Da wir aber um zeitnahe Umsetzung(auch finanzieller
Natur) bemüht sind, haben wir uns entschlossen auch diese Teile der Konzeption mit
vorzulegen.
In modularer Bauweise ist unser Konzept jederzeit erweiterbar. Dieser Anspruch ist in
einem Jugendhaus unverzichtbar, da Basisnähe und Jugendnähe wechselnde Angebote voraussetzen.
1.6.3.1 Jugend(Stadt)magazin
Das wohl älteste Projekt der Jugendkulturfabrik "Die Säge" war das erste Jugendmagazin
der Stadt Brandenburg. Im Augenblick zielt unsere Arbeit auf diesem Gebiet auf den Aufbau
einer informativen Zeitschrift in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und Einrichtungen
der Stadt Brandenburg. Da die Redaktion einer Fluktuation unterworfen ist wurde (nicht nur)
der Name in "Djembe" gewandelt. Trotz der geplanten Erweiterung soll das Jugendmagazin
weiterhin eine Zeitung sein, die vom Entwurf des Artikels, der Recherche, dem selbstgemachten
Foto, dem Layout (per Hand oder Computer) bis zum Druck in Eigenregie hergestellt wird.
Schülerzeitungen, journalistisch interessierte Jugendliche, Computerfreaks und andere
können nach einem Organisationsplan an ihrem Zeitungs- oder Flugblattprojekt arbeiten.
Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, direkt in der Redaktion mitzuwirken.
Da hierbei eine recht umfangreiche Finanzierung notwendig ist, wurde dieses Projekt
mittlerweile "eingespart".
Der Bedarf für ein jugendgemäßes Stadtmagazin mit Veranstaltungsübersicht ist aufgrund
der Einstellung des "Sgt. Pepper" weiterhin vorhanden.
1.6.6 Probenzentrum
An zentraler Stelle in der Stadt soll ein Probenzentrum mit mindestens 6 Probenräumen
entstehen. Die dadurch entstehenden Synergieeffekte in punkto Technik, Schallimmission,
Informationskonzentration und nicht zuletzt die Entlastung der einzelnen Jugendhäuser
durch die Zusammenführung der damit verbundenen Problematiken, sind erheblich. Weiterhin
wird dadurch die räumliche Situation in den einzelnen Jugendhäusern entspannt - da
Mehrfachnutzungen in einem Probenraum selten möglich sind. Eine kleine Bastelwerkstatt
könnte das Angebot abrunden, um kleine Reparaturen an Technik und Räumlichkeiten selbst
durchzuführen.
Auch dieses Projekt ist aus finanziellen Gründen momentan nicht durchführbar.
Brandenburg an der Havel im Oktober 2005